Modell-Backtest
Out-of-Sample-Vorhersagen für über 4.000 Aktien, die echte Prognosekraft demonstrieren
Strategie-Performance
Simulierte Renditen aus Top-20-Aktienauswahlstrategien, jede Periode neu ausbalanciert
Kumulierte Renditen (Kapitalkurve)
Periodenrenditen nach Strategie
Long- vs. Short-Portfoliorenditen
Strategie-Drawdown
Leistungsstatistiken
| Kennzahl | Wert | Beschreibung |
|---|---|---|
| Gesamtprognosen | Laden... | Anzahl der einzelnen Aktienprognosen im Testzeitraum |
| Verschiedene Ticker | Laden... | Anzahl verschiedener Aktien mit Prognosen |
| Spearman IC | Laden... | Rangkorrelation zwischen prognostizierten und tatsächlichen Renditen (Informationskoeffizient) |
| Mittlerer absoluter Fehler | Laden... | Durchschnittliche Vorhersagefehlerstärke |
| Richtungsgenauigkeit | Laden... | Prozentsatz der Prognosen mit korrektem Vorzeichen (hoch/runter) |
| Top 20 Long-Short-Rendite | Laden... | Kumulierte Rendite aus Long der Top 20 und Short der unteren 20 Prognosen pro Periode |
| Top 20 Long-Only-Rendite | Laden... | Kumulierte Rendite aus Long der Top 20 Prognosen pro Periode |
| Testzeitraum Beginn | Laden... | Erstes Prognosedatum im Testset |
| Testzeitraum Ende | Laden... | Letztes Prognosedatum im Testset |
Methodik
Out-of-Sample-Tests
Dieser Backtest zeigt Vorhersagen, die auf Daten gemacht wurden, die das Modell während des Trainings nie gesehen hat. Das Modell wurde auf Daten vor September 2022 trainiert, und diese Vorhersagen stammen ab Januar 2024 – was eine vollständige Trennung zwischen Trainings- und Testdaten gewährleistet.
Während der Entwicklung haben wir die historischen Daten in Trainings-, Validierungs- und Testsets mit angemessenen Embargo-Zeiträumen aufgeteilt, um Datenleckagen zu verhindern. Das Validierungsset wird verwendet, um Hyperparameter abzustimmen und die beste Modellkonfiguration auszuwählen, ohne das Testset zu berühren. Sobald optimale Parameter durch Validierung bestimmt sind, wird das finale Produktionsmodell auf der vollständigen Historie der verfügbaren Daten trainiert. Dies gewährleistet höchste Leistung mit einem stets aktuellen Modell.
Prognosehorizonte
Wechseln Sie zwischen 1-Monats- und 3-Monats-Renditen. Die 1-Monats-Prognosen sagen Aktienrenditen über die nächsten 30 Tage voraus, während 3-Monats-Prognosen Renditen über 90 Tage vorhersagen. Beide demonstrieren die Fähigkeit des Modells, marktübertreffende Gelegenheiten zu identifizieren.
Das Diagramm lesen
Jeder Punkt repräsentiert eine einzelne Vorhersage. Die X-Achse zeigt, was das Modell vorhergesagt hat, und die Y-Achse zeigt, was tatsächlich passiert ist. Die grüne Regressionslinie zeigt die tatsächliche Beziehung zwischen Vorhersagen und Ergebnissen – eine positive Steigung deutet auf Prognosekraft hin.
Wichtige Statistiken
Spearman IC (Informationskoeffizient) misst, wie gut die Rangfolge der vorhergesagten Renditen mit der Rangfolge der tatsächlichen Renditen übereinstimmt. Die Richtungsgenauigkeit zeigt, wie oft das Modell korrekt vorhersagt, ob eine Aktie steigen oder fallen wird. Höhere Werte deuten auf eine bessere Prognoseleistung hin.
Diese Strategie replizieren
Die oben gezeigte Strategie-Performance kann mit unserer Plattform repliziert werden. So funktioniert es:
- Wählen Sie Ihren Horizont: Wählen Sie 1-Monats- oder 3-Monats-Prognosen je nach Ihrem Anlagehorizont.
- Bauen Sie Ihr Long-Portfolio auf: Wählen Sie die Top 20 Aktien mit den höchsten prognostizierten Renditen. Das sind Ihre 'Kauf'-Positionen, jeweils mit 5% Ihres Portfolios gewichtet.
- Bauen Sie Ihr Short-Portfolio auf (optional): Wählen Sie die unteren 20 Aktien mit den niedrigsten prognostizierten Renditen. Das sind Ihre 'Leerverkauf'-Positionen für eine Long-Short-Strategie.
- Regelmäßig neu ausbalancieren: Für 1-Monats-Prognosen monatlich neu ausbalancieren. Für 3-Monats-Prognosen vierteljährlich. So stellen Sie sicher, dass Ihr Portfolio immer die vielversprechendsten Aktien enthält.
Schnelllinks:
Top-Prognosen anzeigen (Long) — Die besten Kaufgelegenheiten finden
Untere Prognosen anzeigen (Short) — Potenzielle Leerverkaufskandidaten finden
Portfolio-Optimierer — Erstellen Sie diversifizierte, risikooptimierte Portfolios aus Ihrer Auswahl
Quantitative Finanzen verstehen: Eine Einführung
Die Schnittstelle von maschinellem Lernen und Finanzen stellt einen der intellektuell anspruchsvollsten Bereiche der modernen quantitativen Forschung dar. Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick über die theoretischen Grundlagen algorithmischer Handelssysteme.
Finanzielles maschinelles Lernen
Das Prognoseproblem
Im Gegensatz zu traditionellen ML-Anwendungen weisen Finanzmärkte mehrere einzigartige Eigenschaften auf, die Prognosen besonders herausfordernd machen:Im Gegensatz zu traditionellen ML-Anwendungen weisen Finanzmärkte mehrere einzigartige Eigenschaften auf, die Prognosen besonders herausfordernd machen:
- Niedriges Signal-Rausch-Verhältnis: Vermögenswertrenditen enthalten überwiegend Rauschen, wobei Prognosesignale oft weniger als 5% der Varianz erklären. Ein Spearman IC von 5-10% gilt in der Praxis als ausgezeichnet.
- Nicht-Stationarität: Marktdynamiken entwickeln sich im Laufe der Zeit. Beziehungen, die in einem Regime galten, können sich in einem anderen umkehren, was adaptive Modelle und sorgfältige Validierung erfordert.
- Wettbewerbscharakter: Märkte sind wettbewerbsintensiv – profitable Signale ziehen Kapital an, bis sie wegarbitriert werden. Dieser 'Alpha-Verfall' bedeutet, dass Modelle kontinuierliche Forschung und Verfeinerung erfordern.
Kreuzvalidierung im Finanzwesen
Standard k-Fold-Kreuzvalidierung ist für Zeitreihendaten aufgrund zeitlicher Abhängigkeiten ungeeignet. Wir verwenden:
- Bereinigte Kreuzvalidierung: Eliminierung von Proben nahe der Trainings-Test-Grenze, um Informationslecks durch überlappende Prognosehorizonte zu verhindern.
- Embargo-Zeiträume: Hinzufügen von Pufferzonen zwischen Trainings- und Testzeiträumen, typischerweise entsprechend der Prognosehorizontlänge.
- Kombinatorische bereinigte KV: Testen mehrerer Trainings-/Testkombinationen unter Beibehaltung der zeitlichen Integrität, was robuste Out-of-Sample-Schätzungen liefert.
Feature Engineering
Rohe Preisdaten müssen in stationäre, prognosefähige Merkmale transformiert werden. Gängige Transformationen umfassen Renditen (arithmetisch und logarithmisch), z-Werte, Perzentilränge und technische Indikatoren. Die Wahl der Merkmalsskalierung und -normalisierung beeinflusst die Modellleistung erheblich.
Finanzielles Risikomanagement
Grundlegende Risikomaße
Professionelles Portfoliomanagement erfordert rigorose Risikoquantifizierung:
- Volatilität (σ): Die Standardabweichung der Renditen, typischerweise annualisiert durch Multiplikation mit √252 für tägliche Daten. Misst das Gesamtrisiko, unterscheidet aber nicht zwischen Aufwärts- und Abwärtsrisiko.
- Maximaler Drawdown: Der größte Höchst- bis Tiefststand-Rückgang des Portfoliowerts. Entscheidend für das Verständnis von Worst-Case-Szenarien und Anlegerpsychologie – ein 50%-Drawdown erfordert 100% Gewinn zur Erholung.
- Value at Risk (VaR): Der maximal erwartete Verlust über einen bestimmten Zeithorizont bei einem angegebenen Konfidenzniveau (z.B. 95% VaR). Weit verbreitet, aber kritisiert, weil es das Tail-Risiko nicht erfasst.
- Bedingter VaR (Expected Shortfall): Der erwartete Verlust, wenn Verluste den VaR überschreiten. Adressiert die Grenzen des VaR durch Quantifizierung der Schwere von Tail-Ereignissen.
Die Sharpe Ratio
Definiert als (Rp - Rf) / σp, misst die Sharpe Ratio die risikobereinigte Rendite – Überrendite pro Volatilitätseinheit. Eine Sharpe Ratio über 1,0 gilt allgemein als gut, über 2,0 als ausgezeichnet. Vorsicht ist jedoch geboten: Sharpe Ratios können durch Illiquidität, Hebel oder kurze Stichprobenzeiträume künstlich aufgebläht werden.
Systematisches vs. idiosynkratisches Risiko
Das Gesamtrisiko zerlegt sich in Marktrisiko (β × Marktbewegungen) und unternehmensspezifisches Risiko. Das Capital Asset Pricing Model (CAPM) legt nahe, dass nur systematisches Risiko kompensiert wird, da idiosynkratisches Risiko wegdiversifiziert werden kann. Moderne Faktormodelle erweitern dies auf mehrere Risikofaktoren (Größe, Value, Momentum, Qualität).
Portfoliokonstruktion
Moderne Portfoliotheorie
Harry Markowitz' grundlegende Arbeit (1952) etablierte, dass Portfoliorisiko nicht einfach der gewichtete Durchschnitt der einzelnen Vermögenswertrisiken ist – Korrelationen sind entscheidend. Zwei Vermögenswerte mit unvollkommener Korrelation (ρ < 1) kombinieren sich zu einem Portfolio mit niedrigerem Risiko als jeder einzelne Vermögenswert allein.
Die Effizienzgrenze
Für jedes gegebene Renditeziel existiert ein Portfolio mit minimaler Varianz. Die Menge all solcher Portfolios bildet die Effizienzgrenze – rationale Anleger sollten nur Portfolios auf dieser Grenze halten. Punkte unterhalb der Grenze sind suboptimal (gleiches Risiko, niedrigere Rendite), während Punkte darüber unerreichbar sind.
Optimierungsherausforderungen
Mean-Variance-Optimierung ist bekannt für ihre Empfindlichkeit gegenüber Eingabeschätzungen:
- Schätzfehler: Erwartete Renditen sind schwer genau zu schätzen. Kleine Fehler in den Eingaben können zu dramatisch unterschiedlichen optimalen Portfolios führen.
- Konzentrationsrisiko: Uneingeschränkte Optimierung führt oft zu extremen Positionen. Praktische Implementierungen setzen Positionslimits und Sektorbeschränkungen ein.
- Regularisierung: Techniken wie Shrinkage-Schätzer, Black-Litterman und robuste Optimierung helfen, Portfolio-Gewichtungen zu stabilisieren.
Gleichgewichtung vs. Optimiert
Das 1/N-Portfolio (Gleichgewichtung) übertrifft oft optimierte Portfolios außerhalb der Stichprobe aufgrund von Schätzfehlern. Unser Backtest verwendet gleiche 5%-Gewichtungen als robuste Grundlage. Für erweiterte Portfolios wendet unser Optimierer Einschränkungen und Regularisierung an, um die Performance in der Praxis zu verbessern.
Long-Short-Aktienstrategien
Marktneutralität
Ein dollar-neutrales Long-Short-Portfolio (gleiche Long- und Short-Exposure) hat eine Netto-Marktexposition von null. Dies isoliert das 'Alpha' aus der Aktienauswahl, während das Marktrisiko abgesichert wird. Die Strategie profitiert, wenn Long-Positionen Short-Positionen übertreffen, unabhängig von der Marktrichtung.
Renditequellen
Long-Short-Renditen setzen sich zusammen aus:
- Long-Alpha: Überperformance von Long-Positionen gegenüber dem Markt.
- Short-Alpha: Unterperformance von Short-Positionen gegenüber dem Markt (wir profitieren, wenn Shorts fallen).
- Short-Rebate: Zinsen auf Leerverkaufserlöse (in der Praxis reduziert durch Leihkosten).
Praktische Überlegungen
Die praktische Umsetzung umfasst Transaktionskosten (Provisionen, Geld-Brief-Spannen), Marktauswirkungen (Preisbewegungen zu Ihren Ungunsten), Leerverkaufsbeschränkungen (Locate-Anforderungen, Leihkosten) und Kapazitätslimits. Diese Friktionen reduzieren die realisierten Renditen gegenüber theoretischen Backtests.
Rebalancing-Häufigkeit
Häufigeres Rebalancing erfasst Alpha schneller, verursacht aber höhere Transaktionskosten. Die optimale Häufigkeit wägt Signalzerfall gegen Handelskosten ab. Für Renditeprognosen bietet monatliches oder vierteljährliches Rebalancing typischerweise einen günstigen Kompromiss.
Faktor-Investing
Was sind Faktoren?
Faktoren sind systematische Renditequellen, die erklären, warum bestimmte Aktien langfristig andere übertreffen. Im Gegensatz zur Aktienauswahl auf Basis individueller Unternehmensanalysen zielt Faktor-Investing auf breite, persistente Merkmale ab, die von Gruppen von Wertpapieren geteilt werden. Die akademische Forschung hat zahlreiche Faktoren identifiziert, obwohl nur wenige sich als robust über Märkte und Zeiträume hinweg erwiesen haben.
Die klassischen Faktoren
- Markt (β): Exposure gegenüber dem gesamten Aktienmarkt. Der ursprüngliche Faktor aus dem CAPM – Aktien mit höherem Beta bewegen sich stärker mit dem Markt und erzielten historisch höhere Renditen (bei höherem Risiko).
- Größe (SMB): Small-Cap-Aktien tendieren dazu, Large-Cap-Aktien zu übertreffen. Fama und French (1993) dokumentierten diese 'Small minus Big'-Prämie, obwohl sie in den letzten Jahrzehnten geschwächt wurde.
- Value (HML): Aktien mit niedrigem Kurs-Buchwert-Verhältnis übertreffen langfristig Wachstumsaktien. Dieser 'High minus Low'-Faktor spiegelt den Kauf günstiger und Verkauf teurer Vermögenswerte wider.
- Momentum (UMD): Aktien, die in den letzten 3-12 Monaten gut abschnitten, tendieren dazu, weiterhin zu übertreffen. Jegadeesh und Titman (1993) dokumentierten diesen 'Up minus Down'-Effekt über verschiedene Märkte hinweg.
- Qualität (QMJ): Unternehmen mit hoher Rentabilität, stabilen Gewinnen und niedriger Verschuldung übertreffen andere. Asness et al. (2019) formalisierten diesen 'Quality minus Junk'-Faktor.
- Niedrige Volatilität: Paradoxerweise liefern risikoarme Aktien oft höhere risikobereinigte Renditen als risikoreiche Aktien, was den grundlegenden CAPM-Vorhersagen widerspricht.
Faktormodelle
Multi-Faktor-Modelle zerlegen Renditen in systematische Komponenten:
- Fama-French 3-Faktor: Markt + Größe + Value. Erklärt ~90% der Renditen diversifizierter Portfolios.
- Carhart 4-Faktor: Fügt Momentum zum Fama-French-Modell hinzu.
- Fama-French 5-Faktor: Fügt Profitabilitäts- und Investitionsfaktoren hinzu, obwohl Momentum weiterhin signifikant bleibt.
Faktor-Timing vs. Faktor-Exposure
Statisches Faktor-Exposure (immer in Richtung Value, Momentum usw. geneigt) hat historisch geduldige Anleger belohnt. Faktor-Timing – dynamische Anpassung der Faktorgewichte – ist weitaus schwieriger. Faktoren können jahrelang unterperformen, bevor sie zurückkehren, und Timing-Signale sind notorisch unzuverlässig. Die meisten Praktiker empfehlen diversifiziertes, konsistentes Faktor-Exposure statt taktischer Allokation.
Maschinelles Lernen und Faktoren
Unser Vorhersagemodell erfasst implizit Faktor-Exposures durch seine Features. Durch das Lernen von Mustern aus Fundamentaldaten, Preismomentum und Marktbedingungen identifiziert das Modell Aktien, die wahrscheinlich übertreffen werden – und kombiniert effektiv mehrere Faktoren auf datengesteuerte Weise. Dieser Ansatz kann nicht-lineare Faktorinteraktionen entdecken, die traditionelle lineare Modelle übersehen.
Wichtiger Haftungsausschluss
Vergangene Performance garantiert keine zukünftigen Ergebnisse. Die hier gezeigten Backtest-Ergebnisse basieren auf historischen Daten und sind möglicherweise nicht indikativ für zukünftige Performance. Aktienmarkt-investitionen bergen Risiken, einschließlich des potenziellen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Die gezeigten Prognosen dienen nur zu Informationszwecken und sollten nicht als Finanzberatung betrachtet werden. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Finanzberater, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen.